Wer hat Mathe erfunden

Viele Schüler und Studenten werden sich schon mal gefragt haben, wer das mit den Zahlen und dem Rechnen eigentlich erfunden hat. Wer ist „schuld“ an der Mathematik, die man jetzt erlernen und anwenden muss?

Viele Schüler und Studenten werden sich schon mal gefragt haben, wer das mit den Zahlen und dem Rechnen eigentlich erfunden hat. Wer ist „schuld“ an der Mathematik, die man jetzt erlernen und anwenden muss?

Die Ursprünge

Der Mensch kann zählen. Kann viel zählen. Kann sich Mengen vorstellen. Das war schon immer wichtig. Er musste wissen, wie viele Mitglieder der Gruppe da sind, wie viele es sein müssten und so weiter. Er musste wissen, wie viel Essen man aufteilen konnte und welche Menge satt machte. Damals gab es noch keine Zahlen, aber der Mensch war dazu fähig. Die Grundlagen waren also schon immer seit der Menschwerdung in uns angelegt.

Die Mathematik als neue Wissenschaft

Wirklich Mathematik als Wissenschaft etablierte sich früh, schon vor der Antike und vor den Griechen. Die Babylonier, die Ägypter und auch Chinesen und Inder widmeten sich der Mathematik und den Problemen, die sich in den mathematischen Systemen auftaten. Vor allem kümmerten sich diese Menschen vor Jahrtausenden um eine Näherung der Kreiszahl Pi. Verschiedene Dinge blieben aber noch im Dunkeln.

Die Griechen schufen verschiedene mathematische Gesetze, die noch heute Gültigkeit haben und teilweise auch von anderen Kulturen übernommen wurden. So der berühmte und unter Schülern berüchtigte Satz des Pythagoras, der vermutlich von den Ägyptern übernommen wurde. Aber auch die Euklidische Geometrie wird heute noch genutzt und diese Regeln gelten wohl überall im Universum als Tatsache. Sollten jemals Aliens auf die Erde kommen, werden sie diese Geometrie ganz genau kennen.

Die Menschen dieser alten Kulturen verstanden, dass die Mathematik ein Zugang zur Natur war. Dass man viele Dinge erklären konnte, vorhersagen und nutzen konnte, um Gebäude zu bauen, Dinge zu zählen und aufzuschreiben. Man wusste, wie viel Getreide man hatte und dass ein rundes Silo besser war als ein eckiges Silo.

Archimedes hat wohl als erster herausgefunden, wie man das Volumen einer Kugel berechnet und damit ein lange ungelöstes Rätsel der Mathematik gelöst. Außerdem hat er schon Auftriebsgesetze entwickelt und wohl die Infinitesimalrechnung Jahrhunderte vor Newton und Leibnitz entwickelt.

Der Einfluss des Islam und arabischen Raums

Noch heute hat der Islam und die arabische Sprache ihren Stempel in der Mathematik platziert. So gehen die Worte „Algorithmus“ und „Algebra“ auf arabische Namen zurück und der Islam tat sich hervor als Retter der antiken Philosophie und Wissenschaften, darunter auch der Mathematik. Sie sammelten Bücher, übersetzten sie und fügten eigene Erklärungen und Erkenntnisse bei.

Vor allem das arabisch-indische Zahlensystem ist noch heute überall in der Welt in gebrauch und hat mit der 0 einen entscheidenden Vorteil gegenüber den römischen Zahlen, die heute kaum noch genutzt werden, wenn es um das Rechnen geht. Das, was wir heute 0 nennen, diente als Platzhalter. Als Leerstelle für etwas, was da stehen könnte. Das erleichterte das Rechnen ungemein und nahezu unendlich große Zahlen waren möglich, verschriftlicht zu werden. Milliarden und weit darüber hinaus konnten dargestellt werden. Im römischen Zahlensystem fast eine Unmöglichkeit.

Neuzeit

Obwohl Archimedes wohl der erste war, haben Newton und Leibnitz unabhängig voneinander die Infinitesimalrechnung entwickelt. Das ermöglicht in der heutigen Zeit Raumfahrt und andere Dinge der Technik. Diese Entwicklung hat wohl einen Einfluss der Mathematik begründet, wie sonst wohl nur das Zählen als solches.

Die Mathematik als Hilfswissenschaft anderer Wissenschaften

Mehr und mehr wurde die Mathematik verstanden, die Probleme immer abstrakter und kleiner. Und die Mathematik wurde vor allem zu einem engen Partner der Physik. Vor allem in der Quantenphysik sagt man „Halt den Mund und rechne!“ Das hängt damit zusammen, dass in der Natur und der Quantenwelt keine Worte unserer Welt mehr Bedeutung haben. Nur noch Gleichungen und Zahlen können hier helfen, etwas zu verstehen und darzustellen. Mathematik wurde endgültig zu einer Sprache zwischen Menschen und von Menschen und Natur. Es ermöglicht uns damit auch heute noch unglaubliche Fortschritte, aber auch immer mehr Fragen des Universums werden aufgeworfen, wo auch eine Lösung mathematisch aussehen muss, aber niemand weiß genau, wie. Damit ist die Mathematik auch heute noch nützlich und interessant, doch zugleich befremdlich.

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